So erkennen Sie Eisenmangel

// April 7th, 2011 // Tipps & Hinweise

Eisenmangel kann lange unentdeckt bleiben. Veränderungen in der Eisenversorgung, der Eisenaufnahme oder der Verteilung oder ein hoher Blutverlust können zum Eisenmangel führen. Der Körper kann allenfalls etwa zehn Prozent des über die Nahrung zugeführten Eisens verwerten.

Eisen aus tierischen Nahrungsmitteln wird besser aufgenommen als aus pflanzlichen. Ein ausreichendes Angebot von Vitamin C fördert die Eisenverwertung aus der Nahrung. Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement und erfüllt im Organismus des Menschen vielfältige Aufgaben. Es ist an der Blutbildung, am Sauerstofftransport und Kohlendioxidabtransport beteiligt und beeinflusst die Immunfunktion.

Symptome bei Eisenmangel

Der Bedarf an Eisen liegt bei etwa 15 mg bei normalen Bedingungen und bis 35 mg bei starker körperlicher Beanspruchung. Frauen haben einen erhöhten Eisenbedarf, da sie bei der monatlichen Blutung etwa 0,4 bis 1 mg Eisen am Tag verlieren.

Wer viel schwitzt, verliert ebenfalls Eisen. Die typische Mangelerscheinung ist die Blutarmut infolge einer verminderten Bildung von rotem Blutfarbstoff. Die Folgen sind dann oft Müdigkeit, Schwäche, Stimmungschwankungen, Neigung zu Kopfschmerzen, blasse Hautfarbe, Anämie, Kurzatmigkeit oder eine Sauerstoffunterversorgung.

Dauerhaft erniedrigte Blut- und Eisenwerte können zur Blutarmut führen. Sie äußern sich durch Einrisse in der Mund- und Zungenschleimhaut, Verstopfung, Durchfall, Anfälligkeit für Infekte. Mithin können die primär auslösenden Ursachen in Alkoholismus, Krebserkrankungen, starken Monatsblutungen, Hämorrhoidenblutungen oder ständigen Infektionserkrankungen liegen.

Auch Vegetarier und Blutspender können betroffen sein. Andererseits kommt ein wenn auch vorübergehender leichter Mangel an Eisen auch bei gesunden Menschen vor, der durch Anpassungsvorgänge des Körpers an sich verändernde Bedarfssituationen entsteht. Teils gehen niedrige Eisenwerte auch mit einem oft angeborenen geringen Bilirubinwert einher.

Vorsicht vor Überdosierungen

Selbst wenn verminderte Eisenwerte festgestellt wird, bedeutet dies noch nicht einen echten Eisenmangel. Zur vollständigen Diagnose müssen zusätzliche Untersuchungen vorgenommen werden, indem die Werte von Ferritin und Transferrin noch untersucht werden.

Es gilt zu beachten, dass aber durch eine lang andauernde Überdosierung durch ungeeignete Präparate giftige Ablagerungen in Leber, Herz und Bauchspeicheldrüse entstehen können. Man spricht von der Eisenspeicherkrankheit, bei der die roten Blutkörperchen zerstört werden.

Eine gute Möglichkeit, seine Blut- und Eisenwerte regelmäßig überprüfen zu lassen, ist die Blutspende. Spender werden nur angenommen, wenn ihre Eisenwerte in einem bestimmten Bereich liegen. Sie werden daher vor jeder Blutspende getestet.